Ein Mann wirft Bioabfälle in einen Kompost und ein anderer Mann schraubt einen zwei Paletten zu einem Kompost zusammen

Sinneswandel im Blick – inklusiver Kulturgarten in Kairouan

Mit einem ersten Workshop zum Thema „Kompostierung“ haben die Arbeiten im Garten in Kairouan im September begonnen. Ziel ist es, einen inklusiven Kulturgarten aufzubauen – von der Entwicklung des Gartendesigns bis zur Bepflanzung, Ernte und Durchführung von Workshops und Führungen. Das Projekt wird von Atrium e.V. in Zusammenarbeit mit dem tunesischen Verein Aveugle Voyant umgesetzt.

Im Rahmen des Workshops wurden die blinden, sehbeeinträchtigten und sehenden Teilnehmenden sowohl theoretisch als auch praktisch mit den Methoden der Kompostierung vertraut gemacht. Die Bodenfruchtbarkeit bildet eine Grundlage für die spätere Bewirtschaftung des Gartens und hat großen Einfluss auf die Wahl der Bepflanzung. Zunächst wurde ein Kompost aus Holzbrettern gebaut und die möglichen Abfallsorten, auch im Hinblick auf Nährstoffe und Düngewirkung auf die Pflanzen erarbeitet. Umliegende Restaurants wurden angefragt, ihren Bioabfall (organische Abfälle) abzugeben. Das Interesse seitens der Restaurantbetreiber und Menschen aus der Nachbarschaft als auch der Teilnehmenden war so groß, dass die Abfälle nun regelmäßig abgeholt werden.

Die Teilnehmenden kamen aus Kairouan aus der Küstenstadt Sousse. Hierfür unterzeichnete unser tunesischer Partnerverein Aveugle Voyant ein Absichtsabkommen mit den Schulbehörden der beiden Städte.

Diese Abkommen bilden den Rahmen für die Zusammenarbeit und die Entsendung von Teilnehmenden aus den Schulen für Workshops und Schulungsmaßnahmen. Sie stellen zudem sicher, dass eine langfristige Patenschaft für die Nutzung des Gartens gewährleistet wird. In 2020 werden die Workshop-Reihe sowie die Gartengestaltung fortgesetzt.

Das Projekt wird von CIM gefördert.